Rain finanziert Kartenzahlungen jetzt direkt aus der Wallet
Rain hat eine Beta namens real-time funding gestartet, die das vorab aufgeladene Kartenguthaben aus den Stablecoin-Karten entfernt, die auf dieser Infrastruktur laufen. Der Karteninhaber verbindet eine Wallet, genehmigt einen Betrag, über den die Karte verfügen darf, und jeder Einkauf wird im Moment der Zahlung gegen das Wallet-Guthaben autorisiert.
In den Collateral-Vertrag wandert nur der Betrag des jeweiligen Einkaufs
Bisher stand vor der ersten Zahlung ein eigener Schritt: Stablecoins in einen getrennten Collateral-Vertrag überführen und nachlegen, sobald dieses Guthaben knapp wurde. Real-time funding verlagert diese Bindung in die Autorisierung selbst. Bei einem Einkauf über 200 $ aus einer Wallet mit 1.000 USDC, die vollständig genehmigt ist, werden 200 USDC zur Deckung gebunden, 800 bleiben liegen. Der gebundene Betrag verbleibt im Vertrag, bis er liquidiert wird und damit den von Rain eingeräumten Kredit zurückzahlt; die Genehmigung lässt sich jederzeit widerrufen.
Das Sicherheitenmodell bleibt gleich, nur der Zeitpunkt der Deckung verschiebt sich
Hinter autorisierten Transaktionen steht weiterhin für jeden Nutzer ein eigener Collateral-Vertrag. Verschoben hat sich der Auslöser der Deckung, vom bewussten Aufladen hin zum Moment, in dem die Karte vorgelegt wird. Die Karte bleibt eine bei der Autorisierung besicherte Kreditschiene und kein direkter Einzug aus einer Wallet, und damit bleiben die Fragen an die Vertragsebene genau dort, wo sie waren — der veraltete Solana-Vertrag im August war ein Problem des Vertrags, nicht des Zeitpunkts seiner Deckung.
Wallet-Aktivität und Kartenautorisierungen greifen auf dasselbe Guthaben zu
Ein vorab aufgeladenes Kartenguthaben ist von allem abgeschottet, was sonst in einer Wallet passiert. Unter real-time funding ist es dasselbe Geld: Ein Swap, eine Überweisung nach außen oder eine zweite Genehmigung an einen anderen Vertrag verbrauchen genau das, womit die Karte rechnet, und die Lücke zeigt sich als Ablehnung an der Kasse statt als sichtbar leeres Kartenguthaben vor dem Losgehen.
Die erteilte Genehmigung liest sich nach derselben Logik. Sie setzt eine Obergrenze für das, was die Karte ziehen darf, und nicht eine bereits einbehaltene Reserve, und sie bleibt bis zum Widerruf aktiv. Wer aus Bequemlichkeit ein ganzes Wallet-Guthaben freigibt, lässt die Kaufkraft der Karte mit diesem Guthaben steigen und fallen, einschließlich der Teile, die für etwas anderes vorgesehen sind.
Base, Arbitrum und Plasma sind die Netzwerke zum Start
Unterstützt werden zunächst USDC im Netzwerk Base, USDC im Netzwerk Arbitrum und USDT0 im Netzwerk Plasma. Ein Guthaben in USDC auf Ethereum, Solana oder Polygon liegt außerhalb der Beta. Rain kündigt weitere Chains und Assets sowie die allgemeine Verfügbarkeit an.
Freigeschaltet wird die Funktion vom Kartenprogramm, nicht vom Karteninhaber
Die Beta läuft nur dort, wo Rain die Autorisierungsinfrastruktur betreibt, und Rain verkauft an Herausgeber statt an Endkunden: Die Karten, die bei Menschen ankommen, tragen andere Marken, darunter die von Rain als Fallstudien veröffentlichten Programme von Western Union und MoneyGram. Ob real-time funding in einer bestimmten App auftaucht, entscheidet der Betreiber dieses Kartenprogramms.
Für eine konkrete Karte hängt alles an zwei Fragen: ob Rain die Autorisierung für dieses Programm übernimmt und ob der Stablecoin auf einem der drei unterstützten Netzwerke liegt.
Quellen: Introducing real-time funding, Blog von Rain.